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AMD Radeon RX 6800 XT Test

AMD Radeon RX 6800 XT Test. AMDs GPU Architektur, RDNA, lässt sich als zweckmäßig beschreiben. Die RX 5700 XT hat es sich im oberen Mittelklassensegment bequem gemacht, sowohl von der Leistung als auch vom Preis. Sie war dort gut aufgehoben. AMD sparte sich die High End Karten und überließ Nvidia das Monopol.

AMD Radeon RX 6800 XT Test.
MSI Radeon RX 6800 XT

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AMD Ingenieure nennen die Gründe, wenn man über RDNA 2 spricht: Für die Leistung die man erwarten würde bei einer aktuellen Oberklassekarte, müsste AMD im 7 nm Fertigungsprozess die Taktfrequenz und die Shaderzahl stark erhöhen. Der angebundene Speicher macht da nicht mit, damit die Bandbreite erreicht werden kann, sodass die GPU nicht auf den Speicher warten muss, bräuchte man eine übergroße Schnittstelle. Physich würde das nicht mehr zur GPU passen.

Bei der Radeon RX 6800 XT konnte AMD mit RDNA2 die Speicherprobleme in Form der Navi 21 XT GPU lösen. Ein neuer Cache ist Teil der Lösung.

MSI AMD Radeon RX 6800 XT

Anzahl der max. unterstützten Bildschirme 4 Speicher Busbreite 256-bit
VR-Unterstützung Ja Speicher Technologie GDDR6 SDRAM
Streamprozessoren 4608 Leistungsaufnahme im Betrieb 300 Watt
Gerätetyp Grafikkarten Höhe 14.1 cm
Core Clock 1850 MHz Breite 5.5 cm
Schnittstellen 3 x DisplayPort ¦ HDMI Tiefe 32.4 cm
Max Auflösung 7680 x 4320 Gewicht 1.551 kg
Bustyp PCI Express 4.0 Kennzeichnung DisplayPort 1.4
API-Unterstützung DirectX 12, OpenGL 4.6 Zubehör im Lieferumfang Graphikkartenhalterung
Grafik-Engine AMD Radeon RX 6800 XT Software inbegriffen MSI Dragon Gaming Center, MSI Mystic Light
Boost-Takt 2285 MHz Transportgewicht 2.356 kg
Speicher Grösse 16 GB Erfoderliche Leistungsversorgung 750 W
Speichergeschwindigkeit 16 Gbps Zusätzliche Anforderungen 2 8-polige PCI Express-Stromversorgungsanschlüsse

Benchmarks

Die Radeon RX 6800 XT liegt rund 1,5 % hinter der GeforceRTX 3080 FE bei Full-HD-Auflösung bei hohen bis höchste Einstellungen. In 4K sind es knapp 8 %. Da die UVP acht Prozent auseinander liegt, ist der Rückstand vertretbar.

In Benchmarks liegen die RX 6800 und die RTX 3080 in Schlagweite. In Time Spy und Time Spy Extreme, Ashes of the Singularity, Ghost Recon Breakpoint, Far Cry 5, Shadow of the Tomb Raider, und Rise of the Tomb Raider, sind die Unterschiede messbar, aber klein. Starke Ausreißer gibt es aber auch. Da wäre Shadow of the Tomb Raider SotTR mit DLSS. Bei vom Hersteller unterstüzten Spielen mit trainierter KI bietet AMD aktuell kein analoges Feature, das die GPU entlastet. Niedriegere Auflösungen mit DLSS sollen so aussehen wie nativ berechnete höhere Auflösungen ohne DLSS.

Bei 101 fps liegen die effektiven 4K Bilder pro Sek. in SotTR also mit DLSS, bei AMD kommen wir auf 78 fps. Bei Metro Exodus im Raytracing Szenarium gilt Ähnliches. DLSS ist eingeschaltet, die RTX 3080 läuft mit 65 fps, die RX 6800 XT mit 36 fps. In anderen Benchmarks liegt AMD vorne. In Full HD setzt sich die Karte bei Dirt Rally, Total War Warhammer2 und The Division 2 in zweistelligen Prozent von Nvidia ab.

Mit einem AMD Ökosystem könnte es noch Interessant werden. Eine Ryzen 5000 CPU soll über PCIe 4.0 direkt auf den gesamten Grafikspeicher zugreifen können, das hat der Hersteller versprochen. Ein Performance plus von sechs % soll es ergeben. Aber nur, wenn Spieleentwickler das Feature umsetzen. Ähnliches gibt es auch bei Microsofts DirectStorage, mit dem die CPU dank direkten und schnellen SSD Zugriff entlastet werden kann. Nvidia kann das auch. Es gibt also keine Pauschale Antwort ob AMD oder Nvidia besser ist. Es kommt auf die gewünschten Features, die Auflösung und dem Spiel an.

RDNA2-Architektur

Die Radeon RX 6800 XT verfügt über 16 GB GDDR6 Grafikspeicher und 4.608 Recheneinheiten. Die 5700 XT hatte nur 8 GB Grafikspeicher und 2.560 Recheneinheiten. Die Taktfrequenzen sind stark gestiegen von 1.980 MHz Turbo in der 5700 XT 50 Anniversary Edition auf 2.015 MHz Basistakt. Im Boost dreht die Radeon RX 6800 XT auf 2.250 MHz auf. AMD hat einen weiteren Cache vor den RAM geschaltet, damit die vergrößerte Rechenpower nicht zu geringe Speicherbandbreite bekommt. Nvidie macht das über den GDDR6X Speicher. Der Infinity Cache ist ein 128 Mbyte berechneter GPU naher Speicher. Dieser soll die Speicherbandbreite von 512 GByte/s auf 1.664 GByte/s erhöhen. Das passiert aber nur, wenn die Daten nicht aus dem GDDR6 nachgeladen werden und diese von der GPU vorhanden sind. In der GPU befinden sich jetzt 24 Ray Accelerators zur Raytracing Berechnung.

Auf die Features der Grafikschnittstelle DirectX 12 Ultimate greifen die RDNA2 Karten zu. Wie die Nvidia Modelle profitieren auch AMDs Radeon 6000 Karten bei aktuellen Spielen vom Features wie Sampler Feedback, Mesh Shading und Variable Rate Shading. Das ist wichtig für die Entwickler, für den Anwender heißt das mehr fps als mit DX11. AMD unterstützt jetzt AV1 Decoding für flüssige Medienwiedergabe. AMD Anti Lag ist auch dabei. Das alles soll die Systemlatenz verringern, was in schnellen Multiplayer spielen, einen kleinen Wettbewerbsvorteil erzielt und für weniger Frust sorgt. Seit der 3000er Serie bietet auch Nvidia so ein Feature an.

Bereit für die Riesenglotze

Die Radeon RX 6800 XT verfügt über einen Display 1.4a, einen grafikfähigen USB-C Ausgang und HDMI 2.1 das ist nützlich, wenn ihr Fernseher das auch hat. Über diesen Ausgang ist 4K mit bis zu 120 Hz samt HDR und 8K bei 60 Hz möglich. Ansonsten unterstützt die Grafikkarte Variable Refresh Rate. Das führt zu geschmeidigeren Darstellungen ohne Störungen wie Tearing da sich die Bildausgabe der Grafikkarte und die Bildwiederholungsrate dem Fernseher anpassen.

Kurzes Kühlsystem

Wertig und stilvoll verbaut ist AMDs eigener Kühler mit drei Lüfter. Die Karte ist kompakt mit einer Zweieinhalbfachen Slotbelegung und einer Länge von 26,7 cm, im vergleich zur RTX 3080 FE mit 32 cm. Der Kühler mit Aluminiumkörper und Vapor Chamber erledigt seine Arbeit verlässlich. Die Lautstärke erreicht unter Vollast 2,5 Sonne, das ist hörbar aber nicht störend. Aber ziemlich heiß wird die Karte.

Fazit

AMD Radeon RX 6800 XT Test. Endlich bringt Radeon wieder eine konkurrenzfähige High End Grafikkarte auf den Markt, die Radeon RX 6800 XT. In vielen Tests kann die Radeon RX 6800 XT mit Nvidia mit halten dank vieler Eingriffe in die RDNA Architektur. Die Karte muss sich nur geschlagen geben bei Spielen die auf Nvidias DLSS Features optimiert wurden. AMDs Kühler arbeitet gut und ist leise, unter Vollast wird die Karte aber sehr Heiß. Im Preiskampf gewinnt die Radeon RX 6800 XT mit einem Einführungspreis von 649 Euro rund 50 Euro billiger als Nvidia im Vergleich.